Kreditkarte

Ob in Washington, Weimar oder im WWW: Eine Kreditkarte muss dabei sein!

Ganz gleich, ob im Internet, auf Reisen oder an der Tankstelle um die Ecke - mit einer Kreditkarte haben Sie immer das passende Geld dabei. Und eine Vielzahl an möglichen Zusatzleistungen macht das Leben und Reisen noch angenehmer. Wichtig ist allerdings, dass Ihre Kreditkarte auch den Anforderungen entspricht, die Sie an sie stellen. Dazu ist es allerdings sinnvoll zu wissen, welche Anforderungen man überhaupt stellen kann, welche Kartentypen es gibt, und wie diese sich unterscheiden.

Man unterscheidet hauptsächlich zwischen vier unterschiedlichen Kreditkartenformen:

Die in Deutschland weitaus häufigste Kreditkartenform ist die Debitkarte. Sie ist nicht im eigentlichen Sinne eine Kreditkarte, da alle mit ihr getätigten Ausgaben relativ kurzfristig und als ganze Summe von einem Referenz-Girokonto abgebucht werden.

Bei einer Charge Card dagegen erhält der Inhaber einmal monatlich eine Rechnung über alle in diesem Zeitraum getätigten Ausgaben - diese werden dann als Ganzes von einem Referenz-Girokonto abgebucht. über den Zeitraum von der Anschaffung bis zum Begleichen der Kreditkartenrechnung erhält der Karteninhaber einen zinslosen Kredit vom jeweiligen Kreditinstitut. Eine so genannte Revolving Credit Card stellt dem Inhaber seine Ausgaben, genau wie eine Charge Card, einmal monatlich gesammelt in Rechnung. Der Karteninhaber hat aber außerdem die Möglichkeit, den Betrag in Raten zurückzuzahlen. Damit kommt diese Kartenform einem Kontokorrentkredit ähnlich dem Dispositionskredit gleich, allerdings mit dem Vorteil, das während der ersten Rückzahlungsfrist noch keine Kreditzinsen anfallen. Wenn man sich allerdings für eine Ratenzahlung entscheidet, so werden normalerweise die banküblichen Überziehungszinsen (bis zu ca 16%) fällig.

Außerdem gibt es noch eine große Anzahl von Co-Branding-Cards. Dies sind Kreditkarten, die von einem Unternehmen in Zusammenarbeit mit einem Kreditinstitut herausgegeben werden, wie beispielsweise die Lufthansa-VISA-Card. Diese Karten verbinden im Allgemeinen die Leistungen einer Charge Card mit besonderen Leistungen, die vom jeweiligen Partnerunternehmen abhängig sind, wie vergünstigte Mietwagenpreise etc.

Neben diesen vier Kartentypen kann man auch vier unterschiedliche Kreditkartennutzertypen unterscheiden, die jeweils recht unterschiedliche Ansprüche an ihre Kreditkarte haben:

Der Normalverbraucher nutzt seine Kreditkarte hauptsächlich für gelegentliche Einkäufe im Internet, im Urlaub und manchmal für eine mittelgroße Anschaffung, was alles zusammen ein Volumen von ca 4.000,- € im Jahr ergibt. Die Standardleistungen reichen für ihn meist aus, er sollte sein Augenmerk in erster Linie auf eine geringe Jahresgebühr und eine niedrige Auslandsgebühr richten, Zusatzleistungen wie bestimmte Versicherungen sind meist eher unnötig. Ein großer Vorteil kann jedoch ein Bonuspunktesystem sein, bei dem er sich die gesammelten Punkte gutschreiben lassen oder diese gegen Waren eintauschen kann.

Der Geschäftsmann dagegen sollte sehr wohl auf bestimmte Zusatzleistungen achten. Ein Versicherungsschutz bei Mietwagen beispielsweise oder ein Hotel- und Ticketservice lohnen sich für ihn bestimmt. Er sollte aber nicht außer Acht lassen, dass diese Leistungen auch zusätzliches Geld kosten. Diese Kosten sollten auf jeden Fall im Verhältnis zur Inanspruchnahme der entsprechenden Leistung stehen.

Auch für Vielreisende lohnen sich, wie beim Geschäftsmann, gewisse Zusatzleistungen. Besonders eine Reiseversicherung ist dringend anzuraten, und auch ein Reise- und Ticketservice kann äußerst nützlich sein. Außerdem sind natürlich niedrige Auslandsgebühren und eine hohe Zahl von Akzeptanzstellen wichtig, und auch das Abheben von Bargeld sollte nicht zu kostenintensiv sein. Unter Umständen lohnt sich hier sogar eine Co-Brand-Card, wenn es wahrscheinlich ist, dass die hier angebotenen Leistungen auch tatsächlich in Anspruch genommen werden.

Für Studenten sind Zusatzleistungen, wenn nicht schon im Grundpreis inkludiert, meist eher nicht zu empfehlen. Niedrige Gebühren sollten im Vordergrund stehen, meist reicht für Interneteinkäufe und die gelegentliche Auslandsnutzung schon eine VISA- oder Mastercard, die von der Hausbank als Erweiterung zum Studentenkonto ausgegeben wird.

In Deutschland noch nicht üblich, wird in einigen Ländern schon eine einmal Kreditkarte für Zahlungen im Internet eingesetzt. Diese Karte wird virtuell generiert und kann nur für eine einmalige Zahlung genutzt werden. Ein wohl sicheres System, welches hoffentlich auch bald in Deutschland eingesetzt wird.